"THE RADIO  1981 - 1989"  

1981 gründeten Jennifer Kowa, Win Kowa und Jürgen Blömke THE RADIO.  

Man spielte erst im Quartett mit wechselnden Bassisten und Keyboardern.  Im Juli 1982 entschied man sich nur noch als Trio aufzutreten. Sie produzierten in Eigenregie im Dezember 1982 die EP „THE RADIO-active“, nachdem Jennifer ihr eigenes Label RougeRecords gegründet hatte. Man tourte durch Deutschland, Luxemburg und die Schweiz und begeisterte bei über 400 Auftritten das Publikum und die Presse.             

Ein Highlight war neben vielen grossen Festivals mit Joe Cocker, Eric Burdon, Mother's Finest etc. ein Auftritt beim  2. Haldern Pop Festival 1985,  der zur Folge hatte, das THE RADIO Headliner beim 3. Haldern Pop Festival 1986 wurde. 

"THE RADIO - Active" (Zürcher Blatt 1983)"   

 Aus Frankfurt stammen THE RADIO, die hier ihre erste Mini-LP präsentieren. 6 Songs, in rotes Vinyl gepreßt, hinterlassen einen durchweg guten Eindruck. Dominant die tolle Stimme von Sängerin/Bassistin Jennifer.   

Musikalisch ist die Band stark von The Police beeinflusst, was besonders die Drums und den Gitarrensound betrifft. Allerdings zeigen sich THE RADIO weitaus frischer und agiler als ihre berühmten Kollegen es heute tun. 

"..und sie kamen rüber - Lob für THE RADIO" (Frankfurter Rundschau 1983)" 

 Weil "Jenny" einen vor ihr liegenden Gast direkt anspricht, hat sie sich am Bühnenrand vornüber gebeugt, springt dann wieder auf für die nächste Runde, vom großen Zeh bis zur Mähne ein einziger rockender Nerv. Wie sie sich bewegt beim Singen, da ist klar, hier wird nichts zelebriert, hier wird Musik gelebt, mitgeteilt, abgegeben. 

"Ein gutes Gefühl vermitteln - positive Energie geben" das ist ihr Ziel, bekennt sie anschließend - total durchgeschwitzt - hinter der Bühne. Wenn das Wort "temperamentvoll" für ein Rock-Konzert etwas unpassend klingt, dann definiere man es mit explosiv  oder elektrisierend, voll Power und Dynamik - und der elektrische Funke zündete im Publikum. 

Die geforderten Zugaben bewiesen es. 

"Man will kaum glauben, daß es ein Trio ist" (Wolfgang Stegers) (Süddeutsche Zeitung 1983)" 

THE RADIO, ein Trio aus Frankfurt, das, was das Geschäftsmäßige anbelangt, nicht lange fackelt. Vor 18 Monaten gegründet, hat bereits die gruppeneigene Schallplattenfirma die erste Vinylscheibe veröffentlicht. 

In dem Dreigestirn spielen Jennifer am Bass/Gesang und Win Kowa Gitarre und Jürgen Blömke sitzt am Schlagzeug. Die magere Besetzung bietet für die Musiker keine Versteckmöglichkeiten. Aber sie sind alle herausragende Instrumentalisten. Wer im Trio spielt, muß sich seiner sehr sicher sein und auf seine Mitspieler verlassen können. Heute und morgen in München in der Harlachinger Einkehr.

"Zürich Phonag Presse: (1983)" 

Jennifer liefert eingängige und clevere Gesangsmelodien, die sich schnell in den Gehörgängen festkrallen. Demnächst wird The RADIO im Baseler Atlantis auftreten, was man sich nicht entgehen lassen sollte, denn diese Mini-LP macht echten Hunger auf mehr. Anfang Juni treten The RADIO im SRF mit dem Titel „In the need of Inspiration“ im Vorabend-Programm auf. 

"The RADIO- Music Szene Lausanne (1983)" 

Jennifer attaque le Rock avec sa voix basse et puissante. Probablement le meilleur trio composé d'un batteur, d'un guitariste et d'un chanteur à la basse. Incroyable….

"Musik Shop Schweiz - (det) The RADIO -Active (1983)"

The RADIO ist: Jennifer Kowa, die mit einer sehr angenehmen und variablen Stimme ausgestattet ist. Win Kowa, er beherrscht sein Gitarrenspiel und gestaltet es immer interessant und Schlagzeuger Jürgen Blömke, der wohl sein Handwerk in einer Heavy-Rock-Band gelernt hat, denn er treibt den Rest des Trios wohltemperiert, aber knallhart durch die 6 Stücke der mir jetzt vorliegenden Maxi-Single.Die Musik von The RADIO verarbeitet Einflüsse von Rhythm’n Blues genauso wie Ideen von z.B. The Police, hat aber ihren durchaus eigenständigen Charakter nicht eingebüßt. Das ist allerdings auch kein Wunder, denn die drei haben jahrelange Erfahrung durch ausgedehnte Tourneen gesammelt. So war es die logische Folge, daß jetzt die lang erwartete Platte technisch und musikalisch hervorragend gelungen ist. Das  Zeug zum Hit hat fast jeder der sechs Titel, besonders der Song „Money“ ist ein Ohrwurm, der mir sehr gut gefällt. Insgesamt: eine empfehlenswerte Scheibe, hoffentlich verkauft sie sich so gut, daß weitere Platten gemacht werden können. Ein kleiner Gag ist die Aufmachung der Maxi: neben dem Cover ist auch die Platte knallrot. Logisch, denn das Label heißt Rouge Records.

"THE RADIO - Active" (Fachblatt Musik Magazin 1983)" 

THE RADIO ist ein Trio aus Frankfurt. 

Die Band arbeitet schon seit einiger Zeit zusammen und absolvierte in der Vergangenheit einige Touren bei denen eine große Anzahl von Gigs gespielt wurden. Sängerin Jennifer, die auch den Bass spielt, gründete 1982 ihr eigenes Label RougeRecords. 

Und hier ist sie nun, die erste Platte einer hart arbeitenden Band. Es ist eine EP mit 6 Titeln. Die Platte ist in rotem Vinyl gepresst und wird auf 45 U/PM abgespielt. Die Musik von THE RADIO stellt eine homogene Einheit mit originellem Sound dar. 

Dabei schimmern die verschiedensten Einflüsse von R & B bis zu The Police durch, wobei die Eigenständigkeit dieser Musik nicht in Frage gestellt werden soll. Im Gegenteil, durch das interessante Gitarrenspiel von Win Kowa und dem absolut knochentrockenen Schlagzeug von Jürgen Blömke wird die variable und angenehme Stimme von Jennifer gut ins rechte Licht gerückt. 

Auch wird es zu keinem Zeitpunkt langweilig, denn der längste Titel dauert 3:18 Min. Der meiner Meinung stärkste Titel heißt Money. Da geht’s richtig los.  Bleibt nur zu hoffen, daß THE RADIO mit Active auch ein wenig Money machen. Verdient hätten sie es. 

„Put The Radio on - Ein Trio, daß nicht nur Bum Bum macht" (Dillenburger Tageszeitung 1983)" 

Musik, die einfach antörnt, den einen früher, den anderen später. Mit diesen kurzen Worten läßt sich der No Wave Sound des Frankfurter Power-Trios THE RADIO makieren. Wer spekulative, kurzlebige Konzerte von ihnen erwartet, die sich in gängiges Schubladendenken einordnen lassen, liegt nämlich gänzlich schief. 

THE RADIO sind anders, sind zunächst einmal Individualisten, denen ein untrügliches Gespür und Gefühl für Musik zueignen ist. Immerhin sind sie keine Newcomer. Die Band, die zunächst als Quartett mit wechselnden Bassisten und Keyboardern spielen, entscheidet sich im Juli 1982 nur noch als Trio aufzutreten. Für Jennifer folgt daraus die Notwendigkeit, selbst den Bass zu spielen. In nur dreiwöchiger Energieleistung hat sie die mehr als 30 Sets von THE RADIO intus. 

Aufgrund ihrer Internationalität, mit selbstverständlichen Umgang mit der englischen Sprache, der für die Rockmusik adäquateste Ausdrucksform, singt sie folglich auch in dieser Sprache. Ihre Explosivität, ihre Energie, die sich in ihrer dynamischen Stimme  und ihrem emotionalem Auftreten auf der Bühne widerspiegelt, ist ein wichtiger Faktor für den Erfolg von THE RADIO. 

Ständige Touren und ausdauerndes Arbeiten, sind Grundpfeiler der Band, die zu einer homogenen, organischen Einheit zusammengewachsen ist. Als Vollblutmusiker beschreiten sie einen kompromisslosen Weg mit dem Ziel niemals Langeweile und bloße Routine in ihre Musik einfließen zu lassen. 

Eine ausgedehnte Tour durch die Schweiz, Deutschland und Luxemburg 1982 bildeten die Grundlage für die im Dezember 82’ in Eigenregie aufgenommene Mini-LP „Active“, die auf dem eigenen Label von Jennifer RougeRecords erscheint. 6 Titel, die sich in ihrer Dynamik und Power wie die Quintessenz aus 15 Jahren Rockgeschichte ausnehmen. Wins Gitarre swingt und rockt mit einer nicht oft zu hörenden Eleganz, für den treibenden, knochentrockenen Beat sorgen die hocheingestellten Drums von Jürgen und Jennifers knorriges Baßspiel und ihre tiefe, kräftige Stimme legt los, als wolle sie ausdrücken: „Vergiß den Zweck, vergiß den Songtext, mach einfach Musik“.  Mit diesem Rezept kommen sie zunehmend an. Spaß und gute Laune auf ihrer LP und bei den Konzerten zu vermitteln, eine heute allzu oft verkommende Tugend,  ist für THE RADIO, neben bestehender Musikalität, oberstes Gebot. 

„Berliner Tagesspiegel (1984)“ 

Gleich für zwei Tage kehrt das Frankfurter Trio The RADIO im Quartier ein. Die Band tourt seit Jahren durch Deutschland, Luxemburg und der Schweiz und wird schon lange als eine der besten aktuellen Live-Bands gehandelt. Am 5. Oktober wird „Limerick“ Special Guest sein, am folgenden Abend „Syndikat“. (Musikladen Quartier Latin, Potsdamer Strasse 96)

"THE RADIO mit dynamischem Rock" (Gütersloh Tageblatt 1984)" 

"Put THE RADIO on" -Das war das Thema in der alten Weberei in Gütersloh, als dort die Rockband THE RADIO gastierte. Das Trio aus Frankfurt segelt zwar unter der Flagge "New Rock", doch dies ist nur eine recht abgedroschene Bezeichnung für den explosiven, dynamischen Rock, der auf der Bühne von Win Kowa, seiner Frau Jennifer und dem Schlagzeuger Jürgen Blömke produziert wird. THE RADIO begeisterte und konnte in Gütersloh ihre führende und eigenständige Position in der deutschen Rockszene klar behaupten.

"Sound Check - (Mai 1984) The RADIO - active" 

Bei der vorliegenden Maxi-Single handelt es sich um etwas Außergewöhnliches in vielerlei Hinsicht. Zum einen, rein formal, sind 6 Stücke drauf, zum anderen handelt es sich musikalisch wie aufnahme-technisch um eine Rarität. 

Das Trio „The RADIO“ besteht aus Win Kowa (g), Jennifer Kowa (b, voc) und Jürgen Blömke (Drums). Letzterer spielt durchweg sehr straighte, treibende Drums. Dazu setzt Win knochentrockene Staccato-Gitarren, die Rhythmen werden nur selten von kurzen, präzisen Soli unterbrochen. Jennifers Stimme ist kraftvoll und mit einem dunklen Timbre. Sie füllt das Spektrum dieser gekonnt reduzierten Produktion mit Volumen auf. Die Maxi ist ungemein interessant zu hören. Alle Instrumente sind, wie gesagt, sehr trocken, ohne Schnick-Schack aufgenommen. Keine Gitarre klingt breiig aus, sondern es passiert ständig was. Es ist schon sehr beeindruckend, wie effektiv man 3 Instrumente plus Stimme zur Wirkung bringen kann. „Active“ ist keineswegs kommerziell, sondern eine dringende Empfehlung für Feinschmecker.

"Musik zum Anfassen - The Radio" (Musik Magazin 1985)"   

Es gibt kaum eine Gruppe, die soviel tourt. Und es gibt kaum noch eine Gruppe, die soviel Vergangenheit deutschen Rockgeschehens in sich vereinigt und doch vom üblem Krautrock so weit entfernt ist, wie Plastic Bertrand von Jim Morrison.   

The Radio ist im Grunde genommen ein Zwei-Mann-Projekt, bei dem der eine Mann eine Frau ist. Und den dritten Mann holt man sich sicher heran, der sitzt dann am Schlagzeug.   

Als Trio hat man's schwer, das wissen sie, dafür freilich gibt es reichlich Vorzüge und die wollen sie nicht mehr missen. Sie wissen viel, sie haben sehr viel gelernt, das meiste aus Erfahrung zum Teil, die ihren Stil geprägt haben. Nicht nur den musikalischen, nein auch ihren Stil im Umgang mit Veranstaltern, mit Plattenfirmen,  Endorsement-Gönnern, mit Presse, Funk und Fernsehen.   

Sie sind absolute Vollprofis, in jeder Hinsicht; was diese Combo drauf hat, vermisst man bei fast allen deutschen Gruppen schmerzlich. Es ist dieser klaftertiefe Abgrund zwischen Krautrockern und angloamerikanischen Berufsmusikern, eine Schlucht, die bis heute von nahezu den meisten deutschen Top-Acts noch lange nicht überwunden wurde.   

The Radio ist längst auf der anderen Seite. Flippt dabei aber nicht aus, sondern bleibt auf der Erde. Mit allen sechs Beinen. Und wenn sie mal bei Euch in der Gegend spielen, was höchstwahrscheinlich bald der Fall sein wird, schau' mal 'rein. Echt gut!   

"Musik Spezial" - (Mai 1985) von Christian Bitter"   

Ein verschneiter Samstagabend, im Fernsehen plärrt Frank Elster, über allen Wipfeln ist „Ruh“. Ich bin gerade in Vechta, da, wo ich herkomme, aus dem Norden, Bommerlunder und immer geradeaus.   

Da gibt es ein fantastisches Jugendzentrum, das „Gulfhaus“, in dem seit 1976 nahezu alle namhaften deutschen Gruppen vor einem interessierten und mittlerweile durchaus anspruchsvollem, weil verwöhntem, Publikum aufgetreten sind. Da gehe ich immer zu Konzerten, um mal wieder richtig zu Konzerten zu gehen. Kein Interview, keine Pressekarten, kein Fotopapgenerve, keine montröse Superhalle, einfach ein kleiner Laden, wo man für 5 Mark mit 600 Leuten den sogenannten mittleren Acts zuhören kann. Und die sind, wer weiß das nicht, des öfteren weitaus interessanter, als Chris de Burgh, Yes und Bo Derek zusammen.   

THE RADIO spielt auf an diesem Abend.   

Kein Neuling mehr in Vechta, man kennt die Gruppe, war Win doch schließlich schon in der Steinzeit mit Streetmark hier, trat er doch später schon zusammen mit seiner jetzigen Frau, der schönen Jennifer, als Mitglied von Octopus hier auf. Und der letzte Radio-Gig ist auch noch gar nicht so lange her. Das Haus ist voll, die Stimmung gut. „Das“, fachsimpelt mal vorher unter Insidern beim Haake-Beck, „ist doch der geile Typ, der das Solo auf „Eleanor Rigby“ von Streetmark gespielt hat“.   

Ich gehe heute Abend inkognito, nein, ich will kein Interview. Entspannung jetzt und keine Zeitung, Fotos nur so zum Spaß mit Makinon unter schrecklichen Lichtverhältnissen. Doch Win macht mich aus, lacht herüber und zeigt bei der letzten Zugabe Richtung Garderobe. Es gibt kein Entrinnen mehr. Ich muß mit. Und im Nachhinein stelle ich fest, daß ich schon lange nicht mehr soviel Erfrischendes bei einem Gespräch mit Musikern gehört habe.   

THE RADIO könnte genauso gut ein Seminar abhalten, Titel: Wie eröffne ich eine Combo, wie halte ich die Kohle einigermaßen zusammen, wie halte ich mich fern von urteutonischem Wir-müssen-jetzt-eine-Platte-machen-Zwang. Sie müssen an diesem Abend noch nach Frankfurt, 500 km weiter im Süden. So verabreden wir uns auf der Frankfurter Messe beim  Sennheiser-Stand, wo THE RADIO, wie jedes Jahr, in der Soundkabine die Sennheiser-Mikros demonstriert.   

Und da unterhalten wir uns über Vergangenheit, Gegenwart und ein bißchen Zukunft von THE RADIO. Through The Past, Darkly.   

THE RADIO - Equipment:   

Jennifer spielt einen Roland Studio Bass SB-100 Amp und live meistens ihren modifizierten ESP-Bass durch einen Ibanez Stereo-Chorus über diverse Ampeg SVT-Anlagen.   

Win besitzt seit Februar eine Roland-Gitarrensynthie-Gitarre GR-707, die er via MIDI mit einem Yamaha DX 7, Roland Super Jupiter MKS-80 und einem Yamaha CP-70 Piano koppelt. Mit einem E-Bow holt er aus seiner Anlage, die des weiteren aus einem Roland Equalizer SP 315, dem Roland SDE 3000 Digital Delay,  dem Advanced Audio D-250 Digital Delay, einem Ibanez HD 1000 und einem Boss-Switching System besteht, unglaubliche, futuristische Sounds heraus.   

Nebenbei müssen weiterhin hin und wieder auch mal alte Fender-Geräte wieder herhalten. Als Amps benutzt er zwei Roland Jazz Chorus mit EV-Speakern und ein Moog Taurus Bass Pedal.   

Sämtliche Mikros von THE RADIO stammen aus der Sennheiser Produktion, die seit Jahren mit der Gruppe zusammen arbeitet.

„Musik Spezial 07/86 - Merlin W. Frank - Auszug Interview Dave Steward (Eurythmics)“ 

„Aber zum Einsatz kommt sie nicht allzuoft, denn normalerweise benutze ich die Fender Telecaster, die ich ebenso direkt übers Pult einspiele, wie mein über alles geliebter Roland Gitarren-Syntheziser. Ich habe gehört, daß es in Deutschland Musiker gibt, die sich ganz besonders mit diesem Gerät auseinandergesetzt haben, und die Möglichkeiten dieses Gerätes weiter nach vorne geschoben haben“ . (Dave hatte von Win Kowa (The RADIO) gehört, der international anerkannt zu den Spezialisten am Roland-Gitarren-Synthi gehört.